Stelldichein der Szene

An den Swiss Beer Awards traf sich das Who-is-who der Schweizer Bierbranche. Kein Wunder: Es gab zĂĽnftig was zu feiern!

Die vierte Ausgabe des Swiss Beer Award fand dieses Jahr am 12. April statt – zum zweiten Mal in Baden. Zur Erinnerung: In den Jahren 2017 und 2019 fanden die Festlichkeiten im Bierhübeli in Bern statt, 2022 dann war der Trafo Baden erstmals Hausherr des Ereignisses.

Dass dieser hopfenmagische Anlass im Aargau durchgefĂĽhrt wird, hat schon seine Berechtigung. Immerhin kann der RĂĽebli-Kanton nicht nur mit einer beachtlichen Anzahl aktiver Brauereien Furore machen, sondern auch mit einer stattlichen Menge von 24 preisgekrönten Bieren (2022 waren es 17). 

Und es kamen alle, bis auf wenige Ausnahmen! Rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zu verzeichnen. Veritable Brauerei-Delegationen, manche sogar mit einer Fangemeinde ausgestattet, reisten aus der ganzen Schweiz nach Baden, um die begehrten Auszeichnungen persönlich entgegenzunehmen.

Die Moderatorin Anna Affolter fĂĽhrte souverän und mĂĽhelos durch die Prämierungsshow, wurde dabei von verschiedenen Persönlichkeiten aus der Politik sowie der einschlägigen Branche unterstĂĽtzt. Stellvertretend sei nur auf einen ganz speziellen Ehrengast aus Luzern hingewiesen: Toni Glanzmann. Er, der 1972 zusammen mit Martin HĂĽrlimann den Bierorden «Ad Gloriam Cerevisiae» ins Leben gerufen hatte, war – nomen est omen! – eins der Glanzlichter der höchst munteren Veranstaltung. 

Selbstverständlich konnten nicht alle der 165 ausgezeichneten Biere auf der Bühne prämiert werden. Es wurden nur die goldenen, hopfnungsvollen Dolden und Ähren im gleissenden Licht der biersinnigen Scheinwerfer vom Publikum per Aklamation gefeiert. Und so manche GFBler freuten sich, dass nun auch ihr Bier dazugehört, zu den besten der Schweiz, ja sogar zu den international beachteten!

NatĂĽrlich wurden alle Preisträger-Delegationen vor der Swiss-Beer-Award-2024-Wand vom Hausfotografen in glĂĽckstaumelnden Szenen festgehalten. Wer sich einen Ăśberblick verschaffen will, dem sei der Besuch dieser Seite empfohlen.

Nach der rund fünfviertelstündigen, feierlichen Rangverkündigung wurde zum geselligen Teil des Anlasses übergegangen. Eine breite Palette (zirka 20 Sorten) Schweizer Biere wurden von Profis (oft Biersommeliers) in gläserne (!) Gläser gezapft, und an diversen Verpflegungsinseln konnte auch der Appetit mit einem breitbandigen Angebot auf das Trefflichste befriedigt werden. So klang der eindrucksvolle Anlass, der eine gelungene Mischung aus Szenetreff und Abtasten der verschiedenen Mitbewerbenden war, gemütlich aus.

Tom Schläpfer

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